SV Meppen hat wieder einen Knipser

Tom Boere soll Sturmproblem lösen

Autor: Simon Thijs Veröffentlicht: Donnerstag, 07.01.2021 | 08:37
Tom Boere beim KFC Uerdingen

Tom Boere machte beim KFC Uerdingen seine ersten Schritte in Deutschland. ©Imago images/MaBo Sport

Benjamin Girth, Nick Proschwitz, Deniz Undav – die Erfolge der letzten Jahre hatten beim SV Meppen immer mit erfolgreichen Stürmern zu tun. Dass es einen solchen seit Sommer nicht mehr gab, war einer der Hauptgründe für den schwachen Start ins neue Spieljahr. Ein halbes Jahr später ist es den Emsländern nun gelungen, einen potentiellen Nachfolger für die früheren Torjäger zu verpflichten.

Tom Boere wurde vom Liga-Konkurrenten Türkgücü München losgeeist. Der Niederländer hatte es dort schwer, an Petar Sliskovic vorbeizukommen, konnte seine Qualitäten aber in der letzten Saison schon beim KFC Uerdingen unter Beweis stellen. Neun Tore schoss er für die Krefelder. In seiner Heimat hatte er bei Twente Enschede zuletzt in der Saison 2018/19 16 Tore in 31 Partien erzielt.

Abnehmer für Rama und Co.

Ein ähnliche Quote soll er nun bestenfalls auch beim SVM erreichen, wo er bis Saisonende unter Vertrag steht. „Wir haben die Augen aufgehalten und mit Sorgfalt geschaut, was für uns möglich ist. Die große Chance, Tom Boere zu bekommen, haben wir genutzt“, sagte Sportvorstand Heiner Beckmann ohne Einblick in die Details des Deals zu geben.

Dass die stets sparsamen Meppener eine hohe Ablöse berappten, ist schwer vorstellbar, vielmehr sieht es nach einer Win-Situation für alle Beteiligten aus. Türkgücü muss durch den bevorstehenden Ausstieg des Investors Kosten reduzieren, der Spieler will Gelegenheit sich zu zeigen und der SVM bekommt sein fehlendes Puzzlestück.

Mit Kreativspielern wie Valdet Rama, Marcus Piossek, Rene Guder oder Willi Evseev hat Trainer Torsten Frings nämlich jede Menge Kandidaten, die für Zufuhr sorgen können, bisher fehlte aber der Abnehmer. Weder Julius Düker noch Hilal El-Helwe oder Dejan Bozic konnten das werden, was der Winterneuzugang laut seinem ehemaligen Trainer perfekt verkörpert. „Tom ist eine klassische tiefe Spitze. Ich nenne das „Endstation“, denn die Angriffe sollen bei ihm enden“, beschrieb der frühere Twente-Coach Marino Pusic seinen ehemaligen Schützling eins bei Liga-Drei.de.

Gut möglich, dass der 28-Jährige schon gegen den 1. FC Saarbrücken von Beginn an auflaufen darf. Gegen den starken Aufsteiger werden aber auch die defensiven Tugenden, mit denen Meppen es zuletzt von den Abstiegsrängen runter geschafft hat, gefragt sein.