SV Meppen mit neuer Offensivstärke

Investitionen zahlen sich aus

Marcus Piossek und Nico Granatowski vom SV Meppen

Beim SV Meppen gab es in den letzten Wochen viel Grund zum Jubeln. ©Imago/Werner Scholz

Der SV Meppen reitet momentan auf der Erfolgswelle. Das 3:0 über Energie Cottbus war der dritte Sieg in Serie. Damit sind die Emsländer nicht nur über die letzten zehn Spiele gesehen die nach Punkten zweitbeste Mannschaft der 3. Liga, sondern haben in diesem Zeitraum auch nach dem SV Wehen Wiesbaden die meisten Tore erzielt.

Dass der Angriff nochmal zur Stärke werden würde, hätten wohl die wenigsten dem SVM nach dem Abgang von Torjäger Benjamin Girth im Sommer zugetraut. Doch nicht nur die späte Verpflichtung von Nick Proschwitz hat dazu beigetragen, dass der Publikumsliebling der Vorsaison inzwischen fast vergessen ist.

Neue Breite im Kader

Der Mittelstürmer hat seit dem 12. Spieltag neun Tore erzielt, liegt auf Rang vier der Torschützenliste. Seine Quote ist beeindruckend, kommt aber auch zu Stande, weil das Team inzwischen im Spiel nach vorne besser funktioniert.

Sogar Ausfälle von Leistungsträgern können mittlerweile kompensiert werde. Weder die Verletzung von Rechtsaußen Markus Kleinsorge, der zu keinem der letzten drei Siege beitragen konnte, noch der Bänderriss von Spielmacher Luka Tankulic vor der Partie gegen Cottbus hielten den aktuellen Tabellenzwölften auf. Winterneuzugang Marcus Piossek sprang mit einem Doppelpack gegen Energie in die Bresche.

Auch auswärts auf dem Vormarsch

Der ebenfalls in der vergangenen Transferphase geholte René Guder fügte sich mit einem Tor und zwei Vorlage in drei Spielen ebenfalls prima ein. Der in Breite und Qualität verstärkte Kader zahlt sich aus. Auch die Gelbsperre von Deniz Undav, mit einen Last-Minute-Tor in Aalen der Match-Winner, dürfte Trainer Christian Neidhart daher vor dem Spiel in Rostock kaum Kopfzerbrechen bereiten.

Um auch bei der wiedererstarkten „Kogge“ zu bestehen, muss jedoch die nächste Statistik verbessert werden: Auswärts ist Meppen nämlich nach wie vor das schwächste Team der Liga, nur Großaspach traf seltener auf fremden Plätzen. Mit sieben Punkten aus den letzten vier Auswärtsspielen ist die Neidhart-Elf aber auf dem besten Weg, auch diesen Makel abzulegen.

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