SV Meppen: Neumann erklärt Erfolg

Co-Trainer gibt Einblick in Spielersuche

Autor: Simon Thijs Veröffentlicht: Samstag, 22.02.2020 | 09:19

Mario Neumann und Christian Neidhart vom SV Meppen

Mario Neumann (l.) fühlt sich beim SV Meppen mehr als wohl. ©Imago images/ Werner Scholz

Der SV Meppen hält sich jedes Jahr wieder sehr souverän in der 3. Liga, schielt sogar ab und an in Richtung Spitzenplätze. Trotz bescheidener finanzieller Mittel und regelmäßigem Verlust von Leistungsträgern finden die Emsländer immer wieder Spieler, die sich als Glücksgriffe entpuppen.

Auch bei der Familie muss es passen

Co-Trainer Mario Neumann, einst Torhüter beim heutigen Gegner Carl Zeiss Jena, erklärte nun in der "Thüringer Allgemeinen" noch einmal das Erfolgsrezept des SVM.

Dass die Meppener vor allem nach Spielern suchen, die woanders aus der Spur geraten sind, ist kein Geheimnis, Denis Undav ist nur das jüngste Beispiel. "Bei Gegnern fällt einem immer mal einer auf, dann wird der Name notiert", so Neumann.

Doch wie überzeugt der bodenständige Verein die Profis? "Auch die Familie muss sich wohl fühlen. Die Frau braucht eine Arbeitsstelle, der Junior einen Kindergartenplatz," erklärt der Assistent von Christian Neidhart die Vorgehensweise der Niedersachsen.

So hat sich der SV Meppen zum Vorbild anderer Klubs entwickelt, doch einfach kopieren lässt sich das Modell nicht. Carl Zeiss Jena etwa versucht es ebenfalls mit anderswo nicht gebrauchten aber hoch veranlagten Spielern wie Dominic Volkmer oder Anton Donkor.

Umfeld und Gesamtkonstrukt lassen sich wie es scheint aber nicht so leicht umlegen. Hier haben Mario Neumann und sein Vorgesetzter sich einen eigenen Wettbewerbsvorteil geschaffen, den sie sorgsam pflegen, indem zum Beispiel im Zweifel die charakterlichen Eigenschaften eines Spielers über die fußballerischen gestellt werden.

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