SV Meppen: Plogmann die neue Nummer Eins

Werder-Leihgabe verdrängt Domaschke

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Samstag, 19.09.2020 | 16:00
Luca Plogmann im Spiel gegen 1860 München.

Hat den Kampf um das Meppener Tor für sich entschieden: Luca Plogmann. ©imago images/Werner Scholz

Sechs Abgänge und sechs Neuzugänge, die personellen Änderungen beim SV Meppen in diesem Sommer hielten sich im Rahmen. Neuzugang Nummer sechs war Luca Plogmann, den die Emsländer als Reaktion auf die Verletzung der Nummer Zwei Matthis Harsmann (Fingerbruch) verpflichteten, für ein Jahr wurde er von Werder Bremen ausgeliehen.

Als Ersatz für den in den letzten drei Jahren gesetzten Erik Domaschke wird er allerdings nicht fungieren: Beim 1:3 gegen 1860 München stand der 20-Jährige in der Startelf, wird nach Aussage von Trainer Torsten Frings als Nummer Eins in die Spielzeit gehen.

über die Entscheidung für Luca Plogmann
„ Wir wollten ihm die Chance geben. ”
Torsten Frings

„Wir wollten ihm die Chance geben“, äußerte sich Frings am Mikrofon von MagentaSport zur Entscheidung für Plogmann, dem sein Coach zudem die „stabilere Vorbereitung“ bescheinigte. Stabil hingegen war Domaschke im Vorjahr nicht immer, der sonst verlässliche Rückhalt leistete sich den einen oder anderen Wackler und wird sich nun mit der Rolle des Herausforderer arrangieren müssen.

Gänzlich ohne Risiko ist diese Entscheidung nicht. Mit Marco Komenda, Marius Kleinsorge und Deniz Undav musste Meppen in diesem Sommer Eckpfeiler in allen Mannschaftsbereichen ziehen lassen, zwischen den Pfosten folgt nun der – freiwillige – Wechsel. Der bringt einen Abfall in punkto Erfahrung mit sich: Während Domaschke bereits 155 Mal in der 3. Liga im Einsatz war, feierte der 14 Jahre jüngere Plogmann gegen die „Löwen“ sein Debüt.

Meppen als Sprungbrett?

Dass sich dieses Risiko aber auch lohnen kann, zeigen die Beispiele Unterhaching oder Kaiserslautern. Bei der SpVgg entwickelte sich Nico Mantl zum U20-Nationalspieler, Lennart Grill verließ den Betzenberg bekanntlich im Tausch gegen eine hohe Ablösumme nach Leverkusen.

Etwas mag dieser Vergleich jedoch hinken: Wie eingangs erwähnt, ist Plogmann lediglich von Werder Bremen ausgeliehen, an der Weser läuft sein Vertrag noch bis 2022. Ob er Meppen als Sprungbrett für eine Chance in der Bundesliga-Mannschaft nutzen kann, oder ob Torsten Frings den guten Draht zu seinem Ex-Klub für eine dauerhafte Verpflichtung zu nutzen vermag, ist aber Zukunftsmusik. Vorerst dürfte der Fokus von Plogmann daher auf dem KFC Uerdingen liegen, gegen den die Emsländer zum Abschluss des 2. Spieltages am Montag in einer Woche gefordert sein werden.