SV Meppen: Puttkammer legt die Krücken weg

Verteidiger nach Innenbandriss auf dem Weg zurück

Autor: Simon Thijs Veröffentlicht: Donnerstag, 21.01.2021 | 09:08
Steffen Puttkammer vom SV Meppen

Steffen Puttkammer soll bald wieder eine Alternative sein. ©Imago images/Christian Schroedter

Nur neun Spiele bis zum Ende der Hinrunde: Für Steffen Puttkammer ist es ein ungewohntes Gefühl. In den letzten beiden Jahren war der Defensivspezialist beim SV Meppen stets gesetzt, nun muss er verletzungsbedingt seit Anfang Dezember zuschauen. Aber das Leiden hat bald ein Ende. Die Krücken darf der Routinier ab sofort beiseite legen, das Comeback rückt näher.

Mit 32 Jahren ist Puttkammer aber auch erfahren genug, keine falschen Ehrgeiz an den Tag zu legen, einen Zeitplan für die Rückkehr setzt er sich nicht. „Ich halte mich mit Absicht zurück, weil ich mich selbst nicht unter Druck setzen will“, sagt er im „kicker“ (Ausgabe vom 21.01.2020).

Ausfall bisher gut aufgefangen

Trainer Torsten Frings wird froh sein, seinen Führungsspieler wieder zu bekommen. Doch die Abwesenheit des Innenverteidigers hatte in dem Sinne auch etwas Gutes, dass sich der Kader zumindest defensiv als ausreichend tief entpuppte.

Yannick Osée übernahm den Part neben Lars Bünning in der Innenverteidigung, als Letzterer gegen Lübeck gesperrt fehlte, sprang Jeroen Al-Hazaimeh ein und hielt gemeinsam mit Osée die Null. 

Überhaupt hielten die Emsländer auch ohne Puttkammer viermal ihr Tor sauber, wenn man das 2:0 über Mannheim mitzählt, bei dem der Abwehrchef nach elf Minuten vom Platz musste. So blieb kein Team häufiger ohne Gegentreffer als der SVM mit seinen sieben weißen Westen. Gegen 1860, den besten Angriff der Liga, wird die Defensive ihre Stärke unter Beweis stellen müssen.

Wesentlich größeres Problem ist aber die Offensive, auch nach der Verpflichtung von Tom Boere. Der Niederländer konnte in seinen drei Partien über je 90 Minuten noch kein Tor erzielen, den einzigen Meppener Treffer in diesem Zeitraum markierte Verteidiger Bünning.