SV Meppen: Zwischenbilanz der Neuzugänge 2017/18

Wer hat eingeschlagen, wer nicht?

Erik Domaschke pariert einen Kopfball von Manuel Schäffler

Gewünschter Rückhalt. In Wiesbaden blieb Erik Domaschke zum vierten Mal zu Null. ©Imago/Jan Hübner

Mit 18 Punkten aus zwölf Partien steht Aufsteiger SV Meppen deutlich besser da, als viele Fans und Experten vor der Saison erwartet hätten. Ein Faktor für den bisherigen Erfolg der Emsländer ist die voll aufgegangene Transferpolitik, mit der die Aufstiegsmannschaft auf Schlüsselpositionen gut verstärkt wurde. Liga-Drei.de gibt eine Zwischenbilanz zu den Sommer-Neuzugängen.

Erik Domaschke:
Bei Rot-Weiß Erfurt kam Domaschke nicht an Stamm-Keeper Klewin vorbei und entschied sich daher für einen Wechsel nach Meppen, wo er den Abgang des beliebten Benjamin Gommert kompensieren soll. Nach leichten Problemen zu Saisonbeginn entwickelte sich der gebürtige Leipziger immer mehr zu einem sicheren Rückhalt und blieb in drei der vergangenen vier Partien ohne Gegentreffer.

Seine beste Phase im Spiel hat Domaschke übrigens zwischen der 31. und 45. Minute. Als einziger Drittliga-Keeper ist der 31-Jährige in diesem Zeitfenster noch ohne Gegentreffer.

Steffen Puttkammer:
In Magdeburg nicht mehr gebraucht, suchte Puttkammer eine neue Herausforderung und fand in Meppen einen Verein mit „besonderem Charme“, wie er kurz nach seinem Wechsel gegenüber Liga-Drei.de erklärte. Mit seiner Drittliga-Erfahrung fügte sich Puttkammer direkt gut ein und fand nach anfänglichen Wechseln zwischen Abwehr sowie Mittelfeld schließlich seinen Platz auf der „Sechs“.

Einzig seine Torgefahr scheint der 29-Jährige noch in Magdeburg (110 Spiele, 20 Tor-Beteiligungen) gelassen zu haben, konnte er sich bislang nicht als Torschütze oder Vorbereiter auszeichnen.

Nico Granatowski:
Die großen Fußstapfen vom abgewanderten Mirco Born auszufüllen, schien schwierig – zumal Granatowski in der Vorsaison in Lotte nur wenig überzeugte. Doch der 26-Jährige strafte alle Kritiker Lügen, entwickelte sich zum absoluten Leistungsträger und gehört mit sieben Scorer-Punkten (zwei Treffer, fünf Vorlagen) zu den torgefährlichsten Emsländern.

Wann spielt Meppen gegen wen – hier geht’s zum Team-Spielplan

Devann Yao:
Nach einer Außenmeniskus-OP in der Sommer-Vorbereitung verpasste Yao den Saisonstart und feierte erst am am fünften Spieltag seinen Einstand. Fitness-Probleme sorgten in der Folge allerdings dafür, dass es nur zu zwei weiteren Kurzeinsätzen reichte. Dass Yao Qualität mitbringt, deutete er jedoch bei seiner starken Leistung (mit Tor) im Testspiel gegen Werder Bremen an.

Fabian Senninger vom SV Meppen stürmt nach vorne

Entdeckung der vergangenen Wochen. Fabian Senninger hat sich in Meppen einen Stammplatz erkämpft. ©Imago/Eibner

Markus Ballmert:
Mit dem Kapitän der U23 von Hannover 96 gelang es den Verantwortlichen in Meppen, einen flexiblen Spieler ins Emsland zu lotsen. Ballmert kann nämlich nicht nur – wie zu Saisonbeginn – im zentralen Mittelfeld agieren, sondern auch hinten rechts spielen. Mit Ballmert als Rechtsverteidiger kassierte der SVM nur acht seiner insgesamt 16 Gegentore.

Haris Hyseni:
Um den zu Saisonbeginn noch verletzten Mittelstürmer Benjamin Girth zu ersetzen, kam Haris Hyseni von Zweitliga-Aufsteiger Jahn Regensburg nach Meppen, wo er jedoch bisher nicht zurecht kam. Nach zwei Startelf-Einsätzen in den ersten beiden Partien, in denen Hyseni nicht überzeugen konnte, musste er dem genesenen Girth Platz machen.

In all seinen neun Einwechslungen in den folgenden Spielen erwies sich die Leihgabe aus Regensburg nicht als erhoffte Ergänzung. Lediglich eine Vorlage steht für den 25-Jährigen zu Buche.

Fabian Senninger:
Die Entdeckung der vergangenen Wochen heißt ohne Frage Fabian Senninger. Der Leihspieler von Hannover 96, der bis auf einen Kurzeinsatz gegen Aalen, bis zum 9. Spieltag keine Rolle spielte, bekam ausgerechnet im Derby zu seiner Startelf-Premiere.

Mit couragierter Leistung rechtfertigte er das Vertrauen von Trainer Christian Neidhart und konnte sich gegen den etatmäßigen Linskverteidiger David Vrzogic durchsetzen.

Leon Demaj:
Das Nachwuchstalent, das vergangene Saison noch Oberliga in Cloppenburg spielte, soll perspektivisch an die erste Mannschaft herangeführt werden. Seine Torvorlage im Test gegen Werder Bremen sowie sein Drittliga-Debüt am vergangenen Spieltag in Wiesbaden kann Demaj bislang als Highlights aufweisen.

Conor Gnerlich:
Im Gegensatz zu Demaj muss Perspektiv-Spieler Gnerlich noch auf seine Drittliga-Premiere warten, bislang schaffte es der 18-Jährige nicht den Kader der ersten Mannschaft. Für die Zweitvertretung der Meppener durfte er bislang neunmal in der Bezirksliga ran.

Yannik Nuxoll:
Was für Gnerlich gilt, trifft auch auf den zwei Jahre älteren Nuxoll zu. Der aus Rehden verpflichtete Innenverteidiger musste sich bislang mit Einsätzen (neun) für die zweite Mannschaft begnügen.

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