Vorgestellt: Aufsteiger SV Meppen

Trainer, Kader & Fans

Francky Sembolo vom SV Meppen

Bekanntes Gesicht. Francky Sembolo war in Liga drei bereits für Regensburg, Kiel & Osnabrück am Ball. ©Imago/Eibner

17 Jahre nach dem Abstieg aus der damals drittklassigen Regionalliga ist der SV Meppen wieder zurück im Profi-Fußball. Durch einen dramatischen Sieg im Elfmeterschießen gegen Waldhof Mannheim dürfen wir zur neuen Saison die Emsländer in Liga drei begrüßen. Für alle, die den früheren Zweitligisten nicht kennen, stellen wir ihn an dieser Stelle kurz vor.

Der Trainer:
Waldhof Mannheim scheint der Familie Neidhart zu liegen. Im Vorjahr setzte sich Nico Neidhart mit den Sportfreunden Lotte gegen den SVWW in der Relegation durch, heuer schaffte es Vater Christian mit dem SVM. Der 48-Jährige fand nach dem Abpfiff im NDR-Interview kaum Worte: „Ich bin so alle. Ich bin stolz, froh und total glücklich“, hielt sich Neidhart kurz, um in die Feierlichkeiten zu starten.

Der frühere Zweitliga-Profi vom VfL Osnabrück kam 2013 nach Meppen und entwickelte die Mannschaft Stück für Stück weiter. In der abgelaufenen Spielzeit dominierte sein Team die Liga und wurde mit 13 Punkten Vorsprung Meister.

Der Kader:
Der größte Leistungsträger spielt in der kommenden Saison nicht mehr im Emsland. Top-Scorer Mirco Born (elf Tore, 23 Vorlagen) gab schon vor der Relegation seinen Wechsel zu Zweitligist Sandhausen bekannt. Stamm-Torwart Benjamin Gommert verlässt den Verein Richtung VfB Lübeck. Im Kader der Meppener tummeln sich dennoch ein paar bekannte Namen.

Innenverteidiger Jovan Vidovic war in der 3. Liga bereits für Hansa Rostock und den SV Wehen Wiesbaden aktiv, Mittelstürmer Francky Sembolo sammelte höherklassige Erfahrung in Kiel, Osnabrück, Regensburg und Bielefeld.

Top-Torjäger Benjamin Girth (2o Treffer) ist gebürtiger Magdeburger und durchlief die Jugend beim Club, verpasste die Relegation aufgrund eines gegen Ende der Saison erlittenen Mittelfußbruches. Drittliga-Erfahrung bringt zudem Marcel Gebers mit, der in der Hinrunde 2016/17 noch für den FSV Zwickau aktiv war und sich dann im Winter Richtung Emsland verabschiedete.

Die Fans:
13.815 kamen im Relegationsrückspiel in die Hänsch-Arena, die damit erstmals in der Saison ausverkauft war. Ansonsten fanden deutlich weniger Fans den Weg an die Lathener Straße. Der Zuschauerschnitt lag bei 2.641, was in der Regionalliga Nord sogar Bestwert war.

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