Nico Neidhart gegen Marius Kleinsorge

Schnappt Hansa mit Nico Neidhart (l.) dem SV Meppen um Kleinsorge drei Punkte weg? ©Imago images/Eibner

Noch keinen Sieg nach dem Re-Start – das haben der SV Meppen sowie der FC Hansa Rostock gemeinsam. Da beide Klubs in der Vergangenheit nach oben schielten, muss sich das nun ändern. Die Kogge könnte mit einem Sieg am Samstag (Anstoß: 14 Uhr, live bei MagentaSport) an den Emsländern vorbeischippern – und hat durchaus gute Erinnerungen an die Hänsch-Arena.

SV Meppen: Wer ersetzt Guder und Komenda?

Es kann schnell gehen in Liga drei: Der SV Meppen stand auf Platz vier, dann kam die Corona-Pause und nach nur einem Punkt aus zwei Spielen steht aktuell Rang neun zu Buche. Beim Re-Start gegen die Würzburger Kickers (1:3) fehlte die Balance, der SVM ließ in der Offensive große Chancen liegen und versäumte es in der Defensive in den entscheidenden Situationen, Überzahl herzustellen.

In dieser Hinsicht war das 0:0 beim KFC Uerdingen am Dienstag bereits wieder ein Fortschritt. Es zeigte, dass die Organisation bei den Emsländern auf dem Platz durchaus stimmt – vier der letzten sieben Spiele hielten sie in der Defensive ihren Kasten sauber.

Aufgrund ihrer bemerkenswerten Stärke in der Schlussphase ist die Elf von Christian Neidhart immer in der Lage, für eine späte Entscheidung zu sorgen, wie gegen den KFC, als Julius Düker beinahe noch den Siegtreffer erzielt hätte.

Düker wird wohl auch gegen Hansa Rostock als Joker agieren – es sei denn, Neidhart stellt die Grundordnung um. Aufgrund der Gelbsperre René Guders ist das möglich, allerdings eher unwahrscheinlich. Stattdessen wird voraussichtlich Marius Kleinsorge auf dem rechten Flügel beginnen, während als Linksverteidiger für den ebenfalls gesperrten Marco Komenda der wieder verfügbare Hassan Amin gute Einsatzchancen hat. 

Hansa Rostock: Vorsicht vor dem Pausentee

Ernüchtert gab sich Hansa-Coach Jens Härtel nach der 0:1-Heimniederlage gegen Waldhof Mannheim. Bereits beim 2:2 gegen den FSV Zwickau, bei dem die Kogge schon mit 2:0 in Führung lag monierte Härtel, solche Spiele müsse seine Mannschaft „nach Hause fahren und gewinnen“, gegen Mannheim war es ein ausgeglichenes Spiel, in dem sich der FCH in der Schlussphase um den Lohn brachte.

Bereits 24 Gegentore in Halbzeit zwei stehen zu Buche, mehr als doppelt so viele wie vor dem Seitenwechsel. Nicht überraschend ist daher, dass die Kogge in der Tabelle der zweiten Halbzeit auf dem vorletzten Platz steht – und genau das gilt es im Hinblick auf die kommende Partie zu beachten, denn Meppen ist in dieser Hinsicht Ligaspitze!

An Auswärtsspiele im Emsland dürfte sich Hansa jedenfalls gerne zurückerinnern, die letzten beiden Auftritte brachten zwei Siege. Lukas Scherff traf in beiden Partien – und erwies sich damit als waschechter Meppen-Spezialist.

Ob Scherff dieses Mal allerdings von Beginn an ran darf? Härtel rotierte gegen den Waldhof kräftig, nahm sechs Änderungen vor, auch taktischer Natur. Schwer zu prognostizieren dürfte die Aufstellung der kommenden Partie auch für den Gegner sein.

In der Defensive dürfte es wenig Änderungen geben. Nico Neidhart, dessen Vater Christian beim Gegner an der Seitenlinie steht, steht bereit und wird voraussichtlich wieder für Maximilian Ahlschwede beginnen. In der Offensive hat Härtel mehrere Optionen.

Wahrscheinlich ist die Rückkehr des zuletzt gesperrten John Verhoek in die Startelf. Der Ex-Meppener Nico Granatowski, der gegen Zwickau ein gutes Spiel machte, aber zuletzt nicht von Anfang an ran durfte, hat gute Chancen, diesmal wieder von Beginn an aufzulaufen.

Unser abschließender Wett Tipp:

In einer engen Partie setzt sich Hansa Rostock knapp durch. » Jetzt mit 11.00-Quote (statt 3.10) bei bet-at-home auf Hansa-Sieg wetten.