FSV Zwickau bleibt bodenständig

Trotz sieben Punkten

Joe Enochs ist Trainer des FSV Zwickau

Sieht weiter viel Arbeit vor sich: FSV-Trainer Joe Enochs. ©Imago images/Picture Point

Mit sieben Punkten aus vier Spielen ist der Saisonstart dem FSV Zwickau gut gelungen. Mit 2:0 schlugen die „Schwäne“ zum Abschluss der englischen Woche den FC Carl Zeiss Jena und dürfen sich nun zwei Wochen lang eine komfortable Tabellensituation anschauen. Dennoch will man beim FSV nicht zu euphorisch werden.

Zum einen herrschte große Unzufriedenheit mit der ersten Halbzeit gegen den FCC. „In der ersten Halbzeit hatten wir keinen Zugriff, haben uns zu weit fallen lassen“, monierte Trainer Joe Enochs bei Magenta Sport. Ihn ärgerte, dass seine Dreierkette gegen die einzige Spitze des Kontrahenten zu tief stand, der Abstand zum Mittelfeld so zu groß wurde.

Letzte Saison als Warnung

Daher freute er sich zwar über die Momentaufnahme und die Leistungssteigerung im zweiten Durchgang, hielt aber auch fest: „Wir sind gut beraten, einfach bodenständig zu bleiben.“ Der US-Amerikaner weiß, wovon er spricht. Schließlich hatte seine Mannschaft in der letzten Saison sogar mit acht Zählern aus vier Spielen losgelegt, holte dann allerdings aus den drei folgenden Partien nur einen Punkt. 

Mit dem anstehenden Programm nach der Pokalpause – auswärts beim MSV Duisburg, zu Hause gegen den FCK und dann bei den Würzburger Kickers – sollten seine Warnungen besser nicht ungehört bleiben.

Drei Pluspunkte

Es gibt jedoch drei Aspekte, die berechtigte Hoffnungen erlauben, dass Zwickau nicht in ein Loch fallen wird: Die angesprochene Dreierkette hat ihr volles Potential sicherlich noch nicht ausgereizt, schließlich bestritt Christopher Handke nach Verletzungsproblemen erst ein Spiel. Der Routinier hat nun 14 Tage, seinen Rückstand aufzuarbeiten und an der Abstimmung mit den Kollegen zu feilen.

Die Standards bleiben eine Waffe. Mit Fabio Viteritti ist nicht nur wie gegen Jena gesehen ein sicherer Elfmeterschütze hinzugekommen, sondern ein echter Spezialist für alle Arten von ruhenden Bällen.

Die Qualität des Kaders wurde in der Breite verbessert, das bezeugen unter anderem die beiden Jokertore an den ersten Spieltagen. Ronny König kam im ersten Spiel von der Bank und traf, am gestrigen Sonntag war es Neuzugang Marius Hauptmann. Enochs hat auf mehreren Positionen – speziell im Offensivbereich – die Qual der Wahl, was den Konkurrenzkampf anheizt.

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