FSV Zwickau: Enochs ist vor Verl gewarnt

Aufsteiger hat dem Schwäne-Coach "sehr imponiert"

Autor: Andreas Breitenberger Veröffentlicht: Freitag, 30.10.2020 | 09:51
Joe Enochs beim FSV Zwickau

Joe Enochs erwartet einen selbstbewussten Gegner. ©Imago images/Picture Point

Eine lange Pause hat der FSV Zwickau hinter sich. Nach der Absage der Partie gegen Türkgücü München ergab sich für die Schwäne auch die Möglichkeit, kurz innezuhalten und den Saisonstart zu rekapitulieren. Zehn Punkte aus den ersten sechs Spielen – das ist die zu diesem Zeitpunkt die beste Ausbeute seit dem Aufstieg 2016.

Noch wertvoller wird die Marke angesichts der Tatsache, dass mit Dynamo Dresden im letzten Auswärtsspiel auch ein Schwergewicht der Liga geschlagen werden konnte. Die unfreiwillige Pause nutzte der FSV dann auch dazu, seinen Spielern ein freies Wochenende zu gewähren und sich dabei im Hinblick auf die Belastungssteigerung vielleicht sogar ein Vorteil zu verschaffen. „Bis Weihnachten werden sie keine großen freien Tage mehr haben, deswegen ist es gut für uns, dass wir ein bisschen Kraft sammeln konnten“, so FSV-Trainer Joe Enochs.

Verls Selbstbewusstein und ein Wiedersehen

Dieser steht vor seiner 91. Partie als Zwickauer Coach, wobei sich nun für ihn wie den gesamten Verein eine Premiere ergibt. Es geht das erste Mal gegen den SC Verl, also den aufmüpfigen Aufsteiger aus Ostwestfalen, der sich unbeschwert durch die Liga kickt und dabei aktuell noch besser dasteht als der FSV Zwickau.

Das nötigt auch auch Enochs Respekt ab: „Wir sind gewarnt. Es hat sehr imponiert, wie sie in Saarbrücken aufgetreten sind“, so der Fußballlehrer, der mit einem selbstbewussten Gegner rechnet.

Beim damaligen Tabellenführer Saarbrücken gewann der SC Verl mit 2:1, zeigte dabei erneut mutiges Pressing, während mit Zlatko Janjic ein verlässlicher Knipser und Spielmacher in einer Person bereitsteht. Eben jener Janjic bringt die Erfahrung von 190 Drittliga-Spielen mit und eben jene Routine macht viele Tore erst möglich – wer wüsste das wohl besser als die drittligagestählte Elf des FSV Zwickau.

Und so gibt es doch ein Wiedersehen beim Duell der beiden Vereine: Zweimal stand Janjic gegen Zwickau auf dem Feld, mit dem MSV Duisburg in der Saison 2016/17. Ein Tor und eine Vorlage gelangen ihm dabei. Interessanterweise – und das zeigt die Konstanz beim FSV Zwickau  – standen damals mit König, Miatke, Könnecke, Frick, Schröter und Brinkies sechs Spieler in der Startelf, die auch heute noch das FSV-Trikot tragen und teils zuletzt zum Sieg in Dresden beitrugen.

Nicht zuletzt aufgrund dessen weiß Enochs: „Wir sind auch stark und glauben an uns.“ Ob dieser Glaube in die eigenen Fähigkeiten in einen Sieg gegen Verl umgemünzt werden kann, entscheidet sich am Samstag. Dann wird die Partie um 14 Uhr (keine Zuschauer) angepfiffen.