FSV Zwickau: Offensiv mit mehr Möglichkeiten

Trio soll Elias Huth ersetzen

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Donnerstag, 17.09.2020 | 08:48
Manfred Starke im Test gegen Meuselwitz.

Manfred Starke ist einer von drei Neuzugängen, welche die Lücke des Huth-Abgangs schließen sollen. ©imago images/Picture Point

Denkbar knapp hielt der FSV Zwickau im Vorjahr die Klasse, die um +1 bessere Tordifferenz sorgte dafür, dass statt der „Schwäne“ der Chemnitzer FC den Gang in die Regionalliga antreten musste. Eine ähnliche Zitterpartie möchte Sportdirektor Toni Wachsmuth in diesem Jahr – nur allzu verständlich – vermeiden.

Dafür wird der FSV Elias Huth ersetzen müssen, der Leihstürmer kehrte nach 14 Treffern zu seinem Stammklub FCK zurück. „Torjäger, die diese Quote versprechen, sind extrem begehrt und entsprechend teuer. Dass wir Elias nicht gleichwertig ersetzen können, war uns bewusst. Aus diesem Grund haben wir andere Spielertypen zugeführt“, äußerte sich Wachsmuth nun im Kicker (Ausgabe vom 17.09.2020) zu den Kaderplanungen.

Drei Neuzugänge gefragt

Mit diesen Spielertypen dürften Manfred Starke, Maximilian Wolfram und Felix Drinkuth gemeint sein. Keiner aus diesem Trio ist ein klassischer Mittelstürmer und daher auch kein Huth-Ersatz, bringt aber andere Fähigkeiten mit, die dazu beitragen sollen, den 14-Tore-Mann im Kollektiv zu ersetzen.

Denn während im Sturm weiterhin Routinier Ronny König gesetzt sein dürfte, der Unterstützung von Gerrit Wegkamp oder dem aus der zweiten Düsseldorfer Mannschaft gekommenen Dustin Willms erhalten kann, verfügt der FSV nun über mehr Torgefahr aus der Tiefe.

Mehr Qualität auf der Bank

Wolfram und Starke haben diese Qualität bereits in Liga drei unter Beweis stellen können, Drinkuth ist zuzutrauen, an seine einstige Torgefahr aus Regionalliga-Zeiten anzuknüpfen. Die Flexibilität des Trios eröffnet Trainer Joe Enochs zudem einige Möglichkeiten: Wolfram und Drinkuth können sowohl auf beiden Flügeln als auch im Mittelfeld-Zentrum aufgeboten werden, Starke im offensiven Mittelfeld und auf der linken Außenbahn.

Gemeinsam mit Morris Schröter, im Vorjahr mit sieben Treffern und zehn Vorlagen so torgefährlich wie nie zuvor, verfügt Enochs also über jede Menge Zug zum Tor aus dem Mittelfeld heraus. Sollte er wie im Vorjahr auf ein 4-4-2 samt Doppelsechs oder ein 3-4-1-2 mit drei offensiven Mittelfeldpositionen zurückgreifen, müsste er gar einen aus diesem Quartett auf die Bank setzen. Das wiederum eröffnet die Möglichkeit, im weiteren Spielverlauf offensiv nachzulegen oder einzelnen Akteuren Verschnaufpausen einzuräumen.