Hallescher FC: Fehlt ein Knipser?

Schwächste Torausbeute der Top-Vier

Mathias Fetsch (r.) im Zweikampf mit Manuel Schäffler.

Mit acht Treffern ist Mathias Fetsch (r.) Halles treffsicherster Angreifer. ©Imago/Christian Schroedter

Der Hallesche FC muss sich nach der 1:4-Niederlage gegen Wehen Wiesbaden vorerst weiter mit der Rolle des Verfolgers begnügen. Während die Hessen zuletzt drei Mal gewannen, holte der HFC über diesen Zeitraum lediglich einen Punkt.

Bei einem genaueren Blick auf die Tabelle fällt auf, dass Halle von allen Mannschaften aus den Top-Vier die schwächste Offensive stellt. Mit 35 Saisontoren muss man sich deutlich hinter Osnabrück (45), Karslruhe (47) und Wehen Wiesbaden (57) einsortieren.

HFC-Sturmduo mit Rückstand auf die Spitze

Natürlich spiegelt sich diese Diskrepanz auch mehr oder weniger offensichtlich in der Torjägerliste wieder. Der KSC verfügt mit dem Anton Fink und Marvin Pourié über das treffsicherste Sturmduo der Liga, das bereits bei 27 Treffern steht. Bei Wehen Wiesbaden können Daniel-Kofi Kyereh und Manuel Schäffler 25 Tore vorweisen.

Osnabrück ging ohne klassischen Knipser in die Saison, konnte das aber über ein funktionierendes Kollektiv auffangen. Trotzdem legte der VfL mit der Leihe von Benjamin Girth im Winter nach, der Angreifer steht nach neun Einsätzen bereits bei vier Toren.

In Halle bildeten bislang Mathias Fetsch und Pascal Sohm das Sturmduo und waren zusammen 13 Mal erfolgreich. Seit der Rückkehr von Sebastian Mai beorderte Trainer Torsten Ziegner Sohm jedoch auf den rechten Flügel und ließ stattdessen Mai in vorderster Front neben Fetsch ran.

Pagliuca & Pronichev nur auf der Tribüne

Zwei Leihspieler für das Sturmzentrum waren hingegen zuletzt außen vor. Weder Kilian Pagliuca, der im Sommer aus Zürich kam, noch der im Winter von Hertha BSC losgeeiste Maximiliam Pronichev trafen bislang, zuletzt fanden sie sich auf der Tribüne wieder.

„Sie haben bisher nicht die Impulse gesetzt, die wir uns erhofft hatten“, sagte Sportdirektor Ralf Heskamp der Mitteldeutschen Zeitung und gab sich im Hinblick auf die Zukunft der beiden Stürmer schmallippig: „Die Leihe läuft am Saisonende vertraglich aus.“

Zwar zeigte Pagliuca in seinen 14 Liga-Einsätzen ebenso wie in der Wintervorbereitung gute Ansätze, an den etablierten Kräften Fetsch, Sohm und Mai scheint derzeit aber kein Vorbeikommen.

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