Hallescher FC: Fragezeichen hinter Schnitzler-Rückkehr

Entscheidung in Torwart-Frage noch offen

Stammplatz nach Rotsperre fraglich: Halles Keeper Oliver Schnitzler

Bald Zuschauer auf der Bank? HFC-Torwart Oliver Schnitzler © imago/VIADATA

Oliver Schnitzler muss beim Halleschen FC um seine Rückkehr ins Tor bangen. Trainer Rico Schmitt ließ vor dem Ostduell bei Rot-Weiß Erfurt ausdrücklich offen, ob am Samstag der Stammkeeper nach Ablauf seiner Rot-Sperre wieder zwischen die Pfosten rückt oder Schnitzlers bisheriger Vertreter Tom Müller auch weiterhin sein Vertrauen geschenkt bekommt.

Lassen wir uns überraschen. (HFC-Trainer Rico Schmitt zur Torwart-Frage)

In der Bild-Zeitung (Ausgabe vom 18.10.2017) lehnte der Coach eine Antwort auf die Frage nach grundsätzlichen Überlegungen zur Besetzung der Torwart-Position ab. „Lassen wir uns überraschen“, sagte Schmitt. Störfeuer könnte sein Team vor dem Gastspiel beim Thüringer Tabellenschlusslicht überhaupt nicht brauchen.

Zweite längerere Zwangspause für Halles Nummer eins

Schnitzler hatte im vergangenen Monat im Punktspiel gegen den Chemnitzer FC wegen einer Notbremse die Rote Karte gesehen und damit die 0:3-Heimpleite des HFC eingeleitet. Der 22-Jährige war im vorherigen Saisonverlauf schon in der ersten August-Hälfte wegen eines Schädel-Hirn-Traumas nach einem Zusammenprall im Duell mit Aufsteiger Carl Zeiss Jena für rund zwei Wochen ausgefallen. Durch Schnitzlers Verletzung und den späteren Platzverweis hütete jeweils der drei Jahre jüngere Müller schon in fünf Spielen Halles Gehäuse.

Die Torwart-Frage war durch ungewöhnlich klare Ansagen von Schmitt in Richtung Schnitzler aufgekommen. „Ich erwarte einen Lernprozess von ihm, und dass er sich ähnlichen Situationen anders verhält“, sagte der 49-Jährige zuletzt noch zur neuerlichen Zwangspause seiner Nummer eins und vermied dabei die für Trainer oft übliche Rückendeckung für Torhüter nach Fehlern.

Tatsächlich hatte sich Schnitzler allerdings bereits unmittelbar nach der Begegnung mit Chemnitz einsichtig gezeigt. „Die Niederlage geht auf meine Kappe“, sagte der Schlussmann nach dem Spiel gegen die Sachsen und übernahm reumütig Verantwortung für die Unterzahl seines Teams.

Die Niederlage gegen Chemnitz bedeutete für Halle das Ende einer Serie von zuvor vier Spielen ohne Niederlage und sorgte für neue Verunsicherung bei den Saale-Städtern. Prompt folgte eine weitere Pleite bei den Sportfreunden Lotte (1:2), so dass der HFC trotz des jüngsten 3:0-Erfolgs gegen die SG Sonnenhof Großaspach momentan nur drei Punkte vor den Abstiegsplätzen auf Platz 13 rangiert.

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