Hallescher FC: Tiffert muss noch zulegen

Routinier agiert noch zu vorsichtig

Christian Tiffert beim Halleschen FC

Christian Tiffert kehrte nach über 20 Jahren zu seinen Wurzeln zurück. ©Imago/Christoph Worsch

Eine kleine Überraschung war der Startelfeinsatz von Neuzugang Christian Tiffert beim Halleschen FC schon, doch der Rückkehrer brachte gegen Carl Zeiss Jena eine ordentlich Leistung. Steigerungspotential gibt es trotzdem, sind sich alle Beteiligten einig.

So bewertete Tiffert selbst seinen Auftritt gegenüber der „Mitteldeutschen Zeitung“ als solide, auch wenn er schon besser gespielt habe. So sah es auch sein Trainer Torsten Ziegner, dem bewusst war, von Tiffert noch kein optimales Zusammenspiel mit den neuen Kollegen erwarten zu können.

Defensive mit Spitzenwert

Vor der Abwehr agierte der Routinier noch zu defensiv in den Augen des Trainers. Nebenmann Jan Washausen gibt sich jedoch in der MZ optimistisch für die nahe Zukunft: „Christian hat das ganz ordentlich gemacht, er bringt Ruhe am Ball und Cleverness ein. Mittelfristig, vielleicht sogar kurzfristig, wird er uns helfen können.“

Auf der einen Seite hätte ein offensiverer Akteur wie der nach einer Stunde eingewechselte Björn Jopek neben Washausen vielleicht für mehr Kreativität und damit bessere Torchancen beim HFC gesorgt. Andererseits zeigte Halle auch erneut defensive Stabilität. Zum neunten Mal in dieser Saison stand die Null – der Spitzenwert in der 3. Liga gemeinsam mit Tabellenführer Osnabrück.

FCK über außen zu knacken?

Geht nach vorne nicht viel, wie gegen einen tief stehenden FCC, dann kann sich die Ziegner-Elf zumindest einen Punkt sichern. Dies könnte allerdings bei der kommenden Aufgabe in Kaiserslautern zu wenig sein. Angesichts zweier ausstehender Spiele für Verfolger Unterhaching und der Formstärke des SV Wehen Wiesbaden müssen in der Pfalz drei Punkte her, will man Platz drei mittelfristig sichern.

Sollte Christian Tiffert gegen seinen Ex-Klub erneut in der Startelf stehen, könnte es aber gerade entscheidend sein, dass er nicht zu offensiv agiert. Die „Roten Teufel“ zeigten sich in den vergangenen Spielen oft anfällig auf den Außenpositionen, hier könnte Ziegner mit den schnellen Flügelspielern Marvin Ajani und Braydon Manu ansetzen. Dann wäre als Gegengewicht eine defensivere Orientierung im Zentrum durchaus sinnvoll.

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