Hallescher FC: Verhoene angeblich Sportchef-Kandidat

HFC wegen Kaderplanung unter Handlungsdruck

Kenny Verhoene von Carl Zeiss Jemna

Im Fokus des HFC? Jenas Kenny Verhoene soll in Halle Kandidat für den Sportchef-Posten sein. ©Imago/Karina Hessland

Die neue Führung des Halleschen FC arbeitet nach der Stabilisierung des Klubs offenbar mit Hochdruck an der Schlüsselpersonalie Sportdirektor. Für den vakanten Posten soll bei den Saalestädtern Informationen der Bild-Zeitung (Ausgabe vom 13.03.2018) zufolge Kenny Verhoene vom Ligarivalen Carl Zeiss Jena ganz oben auf der Wunschliste stehen.

Der Belgier ist Beginn der vergangenen Saison beim FCC in gleicher Funktion unter Vertrag und war an den Weichenstellungen für die Rückkehr der Thüringer in die 3. Liga maßgeblich beteiligt. Angeblich jedoch ist Verhoenes Verhältnis zu Jenas Trainer Mark Zimmermann inzwischen stark abgekühlt und der 44-Jährige auch insgesamt mit Ausnahme von Geschäftsführer Chris Förster im Verein ohne Rückhalt.

Sportdirektoren-Posten seit Juli verwaist

Halle sucht seit der Trennung von Stefan Böger im Juli vergangenen Jahres nach einem neuen Sportchef. Zwischendurch waren die Bemühungen des HFC um eine Neubesetzung des wichtigen Posten aufgrund der finanziellen Probleme des Klubs auf Eis gelegt, doch besteht angesichts der anstehenden Kaderplanungen für die kommende Saison mittlerweile durchaus Handlungsdruck.

Die unbestätigten Hinweise auf eine Verhoene-Verpflichtung sind auch ein Dämpfer für HFC-Trainer Rico Schmitt. Der Coach hatte dafür plädiert, die Funktionen des Sportdirektors und Trainers nach dem englischen Teammanager-Modell und nach Vorbild seiner früheren Tätigkeit bei den Kickers Offenbach zusammenzuführen. Ob der auslaufende Vertrag des gebürtigen Chemnitzers über das Saisonende hinaus verlängert wird, steht auch noch nicht fest.

Verhoene ist gleichwohl nicht der einzige Kandidat von Halles Sportvorstand Ralph Kühne für die Böger-Nachfolge. Nach einer offenkundigen Absage von Christian Möckel (zuletzt bei Bundesligist Hannover 96) ist auch Marco Kurth noch im Gespräch.

Der Nachwuchs-Coach von Vizemeister RB Leipzig drängt nach mehr Verantwortung. Zuletzt war der 39-Jährige schon bei Halles Ligakonkurrent FSV Zwickau als Nachfolger des scheidenden Trainers Torsten Ziegner gehandelt worden, ehe die Westsachsen den US-Amerikaner Joe Enochs als künftigen Coach verpflichteten.

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