Hallescher FC: Zwischenbilanz der Neuzugänge 2018

Vier Volltreffer unter den Neuen

Bentley Baxter Bahn (l.) überlupft Noah Feil.

Schlug in Halle voll ein: Bentley Baxter Bahn (l.). ©Imago/VIADATA

Innerhalb kürzester Zeit hat Torsten Ziegner den Halleschen FC zu einem Spitzenverein gemacht. Der Trainer selbst hält den Ball zwar flach, Platz vier aber zeigt, dass mit dem HFC zu rechnen ist. 15 Neuverpflichtungen kamen im Sommer, was die starke Hinserie noch ein Stück weit beeindruckender macht. Und auch einige der Neuen haben gleich einen richtig starken Eindruck gemacht.

Volltreffer:

Bentley Baxter Bahn
Folgte Torsten Ziegner aus Zwickau nach Halle. Erzielte dort vergangene Saison vier Tore und sechs Vorlagen, knackte diese Marke beim HFC schon am 15. Spieltag. Im Mittelfeld gesetzt, überzeugt mit Spielwitz, Torgefahr, Auge für den Nebenmann und der erforderlichen Härte im Spiel gegen den Ball.

Jan Washausen
Auch der 30-Jährige kannte Ziegner aus Zwickau. War als Führungsspieler eingeplant und wurde dieser Rolle bislang absolut gerecht. Führte Halle in neun Partien als Kapitän auf das Feld und dort auch an. Stabilisator im defensiven Mittelfeld. Bringt seine Erfahrung ein, die auch seinen Ex-Trainer Michael Wiesinger schwärmen lässt.

Moritz Heyer
Der Verteidiger kam ablösefrei aus Lotte, wo er seinen auslaufenden Vertrag nicht verlängern wollte. Ein absoluter Glücksgriff für Halle. Mit 23 Jahren bereits Abwehrchef und zentrales Glied der Dreierkette. Bis zu seiner Gelbsperre gegen Zwickau absolvierte er jede Minute der Saison. Kein Wunder, dass es Interesse aus der 2. Bundesliga gibt.

Björn Jopek
Wurde in Würzburg von Trainer Michael Schiele aussortiert und nahm in Halle einen neuen Anlauf. Besticht mit Spielübersicht und als Ballverteiler, ist im zentralen Mittelfeld gesetzt und begann dort in 16 von 19 Partien. Verletzte sich ausgerechnet vor der Partie bei den Kickers und musste passen.

Guter Griff:

Kai Eisele
Der 23-Jährige kam von Hansa Rostock. Ist die unangefochtene Nummer eins, musste in 20 Partien erst 19 Mal hinter sich greifen. Spielte bereits sieben Mal zu null. Ein sicherer Rückhalt, der Ruhe ausstrahlt.

Sebastian Mai
Kam als Innenverteidiger von Preußen Münster, wurde aber zum Stürmer umgeschult. Seit Anfang Oktober als Mittelstürmer oder etwas dahinter immer in der Startelf, half lediglich gegen Zwickau nochmal in der Verteidigung aus. Setzt seine 1,95 Meter klasse in der Luft ein und erzielte bereits vier Saisontore.

Pascal Sohm
Der Angreifer wechselte im Sommer nach vier Jahren aus Großaspach nach Halle. Im Angriff variabel einsetzbar, kann auch als hängende Spitze oder im offensiven Mittelfeld auflaufen. Mit vier Treffern und zwei Vorlagen auf gutem Weg, seine Quote aus dem Vorjahr (fünf Tore, fünf Assists) zu bestätigen. Gute Ergänzung zu Mathias Fetsch.

Fynn Arkenberg (l.) blockt Mike Könnecke ab.

Kommt dank seiner Vielseitigkeit regelmäßig zum Einsatz: Fynn Arkenberg (l.). ©Imago/Picture Point

Ausbaufähig:

Fynn Arkenberg
Den 22-Jährigen verpflichtete Halle aus der zweiten Mannschaft von Hannover 96. Hat rechts in der Dreierkette Toni Lindenhahn und im rechten Mittelfeld Marvin Ajani vor sich, spielte auf Grund seiner Vielseitigkeit aber auch als Innenverteidiger oder im defensiven Mittelfeld. Elf Einsätze, vier davon in der Startelf.

Niclas Fiedler
Der etatmäßige Linksverteidiger wurde im Sommer aus der eigenen U19 befördert. Wurde an sieben der ersten elf Spieltage eingewechselt, seit Ende Oktober aber nur noch vier Mal Bankdrücker ohne einen Einsatz.

Davud Tuma
Kam von Ligakonkurrent Carl Zeiss Jena. Der 22-Jährige ist bislang nur Ergänzungsspieler, kam bei seinen neun Einsätzen immer von der Bank. Stand sechs weitere Male im Kader, blieb aber ohne Einwechslung.

Kilian Pagliuca
Bis Saisonende vom FC Zürich ausgeliehen. Kommt im Angriff nicht am Trio Fetsch/Sohm/Mai vorbei, dafür häufiger von der Bank. Machte acht seiner zehn Partien als Einwechselspieler, wartet aber noch auf seinen ersten Treffer.

Julian Guttau
Wurde aus der U19 hochgezogen, hat im zentralen Mittelfeld aber schier übermächtige Konkurrenz. Konnte in acht Einsätzen insgesamt 186 Minuten Drittliga-Luft schnuppern. Sah gegen Wehen Wiesbaden innerhalb von zwei Minuten zwei gelbe Karten, was zum Lernprozess gehört.

Niklas Kastenhofer
Bis Sommer ebenfalls noch für Halles U19 aktiv. Stand am 16. Spieltag erstmals im Kader und wurde spät eingewechselt. Nach einer weiteren Einwechslung und zwei Spielen auf der Bank stand er gegen Zwickau erstmals in der Startelf und durfte durchspielen. Starke Leistung gegen den FSV, die auch Ziegner ausdrücklich lobte. Könnte in der Rückrunde häufiger auflaufen.

Nicht zu bewerten:

Erik Henschel
Der 22-jährige Rechtsverteidiger kam aus Braunschweigs zweiter Mannschaft. Saß sieben Mal auf der Bank und durfte gegen Zwickau eine Minute ran. In Anbetracht der Konkurrenz sind seine Einsatzchancen auch in der Rückrunde gering.

Marcel Zach
Der 18-Jährige kam aus der U19 des FC Ingolstadt. Ist die Nummer drei und absolvierte noch keine einzige Pflichtspielminute.

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