HFC: Absturz geht ungebremst weiter

Krisengespräch geplant

Hängende Köpfe nach der 1:6-Klatsche des HFC.

Enttäuschung pur: Halle ging gegen die zweite Mannschaft des FC Bayern unter. ©imago images/foto2press

Ungebremst geht der freie Fall des HFC weiter. Neuer Tiefpunkt: Das – auch in dieser Höhe verdiente – 1:6 gegen die FC Bayern U23 am gestrigen Montag. Konnte die Elf von Trainer Torsten Ziegner im ersten Durchgang noch mithalten und ging lediglich mit einem 1:2-Rückstand in die Pause, zerbrach sie nach Wiederbeginn förmlich.

„Das ist eine extreme Situation, die ich nicht für möglich gehalten hätte“, erklärte Sportdirektor Ralf Heskamp in der Bild (Ausgabe vom 18.02.2020) nach nur einem Punkt aus den letzten sieben Spielen. Einen Schnellschuss in der Trainerfrage, die sich nach rund zweieinhalb Monaten ohne Sieg stellt, wollte er jedoch nicht vornehmen: „Nach so einem Spiel sollte man aber nochmal eine Nacht drüber schlafen, das vernünftig analysieren und die Situation neu bewerten.“

Prunkstück nur noch ein Schatten seiner selbst

Die Luft für Ziegner wird jedoch dünner. Anstatt um den Aufstieg mitzuspielen, wurde in Halle bereits der Abstiegskampf ausgerufen. Bei sechs Punkten Vorsprung auf Tabellenplatz 17 hat der HFC sein Schicksal zwar weiterhin in der eigenen Hand, der Auftritt in der zweiten Hälfte gegen die FCB Amateure wirft aber Fragen auf.

Da wäre die Defensive, in der jüngeren Vergangenheit eigentlich das Prunkstück, die nur noch ein Schatten ihrer selbst ist. Wie leicht der Gegner am Montag zum Toreschießen eingeladen wurde, war stellenweise erschreckend. Damit einhergehend wird sich die Mannschaft auch die Charakterfrage stellen lassen müssen: Von Gegenwehr im 2. Durchgang kann wahrlich keine Rede sein.

Mit Ziegner in die nächsten Spiele?

Ob die Verantwortlichen Ziegner – dessen fünf Umstellungen in der Startelf keine Früchte trugen – zutrauen, das Ruder noch herumzureissen und die Baustellen erfolgreich abzuarbeiten, bleibt abzuwarten. Wie die Mitteldeutsche Zeitung berichtet, ist für den heutigen Dienstag ein Krisengespräch geplant.

Denn leichter werden die Aufgaben in den kommenden Wochen nur bedingt: Zu Hause erwartet Halle in den kommenden drei Wochen mit Unterhaching und Ingolstadt zwei Mannschaften von ganz oben. Dazwischen liegt eine Fahrt nach Großaspach, ehe es nach Münster geht. Ob die der HFC dieses Programm mit Ziegner auf dem Trainerstuhl angeht, ist ungewiss.

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