HFC: Boyd bleibt bescheiden

Sonderlob für Pascal Sohm

Terrence Boyd vom HFC

Spielt seine Kollegen verbal die Bälle zurück: Torjäger Terrence Boyd. ©Imago images/Eibner

Terrence Boyd hätte nach dem 3:2 des HFC über den FC Ingolstadt allen Grund gehabt, sich als Held feiern zu lassen. Schließlich schoss der Neuzugang erneut zwei Tore, steht jetzt bei fünf Treffern in fünf Spielen. Nach Spielende wollte der US-Amerikaner sich aber nicht selbst ins Rampenlicht stellen – aus guten Gründen.

„Für mich ist es toll, wieder spielen zu können und Tore zu schießen. Es geht gerade alles rein bei mir, da gab es auch schon andere Zeiten.“, erklärt der Stürmer in der „MZ“, dass sein guter Lauf auch nur eine Momentaufnahme ist. Das letzte Mal, dass ihm mehr als fünf Tore in einer Saison gelangen, war 2013/14 in der österreichischen Bundesliga für Rapid Wien. Durststrecken kennt der 28-Jährige also zur Genüge.

Glück spielte dabei gegen den FCI eine doppelte Rolle, ohne dieses hätte der Hallesche FC nämlich durchaus in Unterzahl sein können, nachdem Boyd seinem Gegenspieler ins Gesicht gegriffen hatte.

Sohm als Erfolgsgarant

Auch deshalb verteilte Boyd das Lob nach Abpfiff lieber, als es zu empfangen. Ohne die Zuarbeit durch die Kollegen wäre er als Sturmspitze schließlich auch nicht in der Lage, die Tore zu machen: „Ich möchte heute mal Pascal Sohm hervorheben, der schon wieder zwei Assists gesammelt hat.“, weiß Boyd, bei wem er sich zu bedanken hat, nicht ohne im selben Atemzug den Rest des Teams zu loben.

Tatsächlich ist Sohm besonders zu würdigen. Selbst meist im Angriff aufgeboten könnte man seine Quote von nur einem Tor kritisieren, der frühere Aspacher lässt dafür aber seine Nebenleute glänzen. Fünf Vorlagen machen ihn aktuell zum mit Abstand besten Vorbereiter seiner Mannschaft. Alleine vier waren es in den letzten beiden Partien.

Seine Bedeutung für die Mannschaft ist auch an anderen Zahlen gut abzulesen. Das letzte Mal, als der 27-Jährige nicht in der Startelf stand, gab es die bislang letzte Niederlage. Stand er weniger als 30 Minuten auf dem Feld, gab es für Halle erst drei Punkte in dieser Saison. Die Chemie stimmt zwischen ihm und Boyd, das Sturmduo dürfte sich seine Plätze erst einmal gesichert haben.

Beide dürften hungrig sein nach mehr, schließlich ist nicht nur bei Boyd wie erwähnt die letzte Spielzeit mit mehr als den aktuellen fünf Treffern lange her. Sohm hat in seiner Profi-Karriere noch nie mehr als fünf Vorlagen in einer Saison gegeben. Ein kriselnder SC Preußen Münster kann sich am Samstag also auf ein hochmotiviertes Angriffs-Doppel einstellen.

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