HFC: Chance für die zweite Reihe

Bis Jahresende ohne Boyd

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Dienstag, 15.12.2020 | 08:56
Selim Gündüz im Spiel gegen Uerdingen.

Selim Gündüz spielte beim HFC bislang nur eine Nebenrolle. ©imago images/Revierfoto

Nach zwei Niederlagen in Folge will der HFC am heutigen Dienstag wieder in die Spur finden. Auswärts bei Türkgücü München muss Trainer Florian Schnorrenberg aber erneut umbauen. Neben Laurenz Dehl, nach seinem Platzverweis gegen Dresden für ein Spiel gesperrt, wird auch Terrence Boyd erneut fehlen.

Der Angreifer laboriert an Oberschenkelproblemen, eine schwerwiegendere Verletzung und damit ein langfristiger Ausfall sollen verhindert werden. Darum ist mit dem 29-Jährigen in diesem Kalenderjahr nicht mehr zu rechnen, neben der Fahrt nach München ist er somit auch für das Heimspiel gegen Mannheim am kommenden Samstag keine Option.

Trio bislang nur Ergänzungsspieler

Bereits gegen Dresden musste Schnorrenberg Boyd ersetzen, beorderte stattdessen Michael Eberwein in die Sturmspitze. Dort dürfte der Sommer-Neuzugang auch gegen Türkgücü die erste Wahl darstellen. Auch wenn die Torquote Eberweins (ein Treffer) nicht an die des sonst gesetzten Boyd heranreicht (neun Treffer), als großgewachsener Zielspieler im Zentrum, der Bälle auf die Flügelstürmer bzw. den nachrückenden Akteur im offensiven Mittelfeld ablegt, ist er alternativlos.

Auf dem rechten Flügel, wo Dehl ersetzt werden muss, gäbe es derweil durchaus Alternativen. Mit Dennis Mast oder Selim Gündüz finden sich zwei Spieler im Kader, die im bisherigen Saisonverlauf nur eine Nebenrolle einnahmen. Auch Jan Shcherbakovski fällt in diese Kategorie. Sollte sich Schnorrenberg für einen aus diesem Trio entscheiden, könnte zudem Toni Lindenhahn im offensiven Mittelfeld verbleiben.

Der Ur-Hallenser, der ohnehin jede Position bekleiden kann, könnte in dieser Rolle auch als verkappte hängende Spitze Eberwein entlasten. Eine Aufgabe, die Lindenhahn bereits in der Vergangenheit mit Boyd als Sturmpartner ausfüllen konnte. Gibt Schnorrenberg einem Spieler aus der zweiten Reihe die Chance, würde zudem die Belastung der englischen Woche etwas gleichmäßiger auf den Kader verteilt, der ohne Neue in die Rückrunde gehen soll.