HFC fehlt die Zielstrebigkeit

Test in Braunschweig legt Schwächen offen

Autor: Simon Thijs Veröffentlicht: Montag, 14.09.2020 | 09:20
Florian Schnorrenberg vom HFC

Florian Schnorrenberg muss noch ein paar Stellschrauben drehen. ©Imago images/Christian Schroedter

Nach dem mit 1:3 verlorenen Test gegen Eintracht Braunschweig am Samstag sparte Trainer Florian Schnorrenberg nicht mit Kritik. Der HFC muss schnell einige Schwächen in den Griff bekommen.

„Uns hat da die Zielstrebigkeit gefehlt. Braunschweig hat uns vorgemacht, wie man den direkten Weg zum Tor sucht“, so Schnorrenberg im „kicker“ (Ausgabe vom 14.09.2020). Womöglich fehlte es der auf vielen Positionen veränderten Mannschaft schlicht noch an Abstimmung, was sicherlich auch die defensiven Fehler erklären kann.

Kommt Magdeburg zu früh?

In diesem Fall lässt der Test gegen die Eintracht noch keine Rückschlüsse auf die Gesamt-Saison zu. Vor dem Auftakt gegen einen 1. FC Magdeburg, der sich im DFB-Pokal schon in starker Form präsentierte und Darmstadt 98 in die Verlängerung zwang, war die Generalprobe aber kein gutes Omen.

Immerhin kann sich Hall in Sachen Zielstrebigkeit nun wohl weiter auf Stürmer Terrence Boyd verlassen. Einem Wechsel des Torjägers wurde ein Riegel vorgeschoben, auch wen der FCK bis zuletzt um ihn warb.

Zudem erhält Schnorrenberg mit Michael Eberwein einen zweiten Stürmer, der – sofern sie zusammen aufgeboten werden – einige gegnerische Aufmerksamkeit von Boyd ablenken dürfte. Auch mit dem Neuzugang aus Kiel ist aber keine sofortige Lösung der offensiven Probleme zu erwarten. Der 24-Jährige hat schließlich im ganzen letzten Jahr kaum gespielt, bleibt auch oberhalb der Regionalliga noch den Nachweis von Torjägerqualitäten schuldig.