HFC: „Keine Gespräche“ mit Türpitz

Legen die Hallenser trotzdem nach?

Autor: Andreas Breitenberger Veröffentlicht: Mittwoch, 30.12.2020 | 09:12
Florian Schnorrenberg beim HFC

Florian Schnorrenberg wäre einer Verstärkung nicht abgeneigt. ©Imago images/Christian Schroedter

Positive Nachrichten ergaben sich für den Halleschen FC durch das negatives Ergebnis, das ein Corona-Test bei Spielern, Trainer und Betreuern lieferte. Der HFC ist dadurch von der Quarantäne befreit und kann nach einer zweiten negativen Testreihe, die am 2. Januar durchgeführt wird, wieder ins Training einsteigen.

Eine Woche haben die Saalestädter, um sich auf den ersten Gegner 2021 vorzubereiten. Wehen Wiesbaden wartet, ehe es im restlichen Monat Schlag auf Schlag geht. Neuzugänge, um das straffe Programm zu bewältigen, seien nicht geplant, sagte Präsident Jens Rauschenbach Mitte Dezember und doch geistert seit kurzem ein Name durch Halle.

Die Rede ist von Philip Türpitz, an dem Hallesche FC laut der BILD Interesse zeigen soll. Ein kurzfristiger Transfer wird allerdings wohl nicht zustandekommen. So verriet HFC-Trainer Florian Schnorrenberg jetzt gegenüber der Mitteldeutschen Zeitung: „Ein guter Spieler, der im letzten Sommer mal kurz ein Thema war. Aber es gibt derzeit keine Gespräche.“

Thema Neuzugänge offenbar noch nicht erledigt

Unabhängig vom Thema Türpitz wäre Schnorrenberg einer Winter-Verpflichtung nicht abgeneigt: „Ein weiterer Spieler würde uns angesichts des Pensums mit noch 22 Spielen gut tun.“ Der HFC hat einen der kleinsten Kader der Liga und besonders in der Defensive mit Verletzungen zu kämpfen.

In diesem Bereich ergibt sich eine kuriose Situation: Der Hallescher FC kassiert pro Spiel die viermeisten Treffer (im Schnitt 1,63 pro Partie), allerdings können nur der KFC Uerdingen und Dynamo Dresden mehr Zu-Null-Spiele vorweisen.

Offensiv ist beim HFC nicht nur angesichts der durchschnittlich 1,44 Tore pro Spiel noch Luft nach oben. Eine Schlüsselposition ist offenbar das offensive Mittelfeld, das bereits bei den Sommer-Transferaktivitäten im Fokus stand. Laurenz Dehl, der diese Position spielen kann, wurde von Union Berlin ausgeliehen, stand allerdings erst fünfmal in der Startelf.

Ob ein Neuzugang beim Halleschen FC anheuert, ist derzeit ungewiss. Planen kann der HFC bisher mit dem Trainings-Re-Start am 2. Januar und der Gewissheit, dass gegen den kommenden Gegner Wehen Wiesbaden die letzten drei Spiele allesamt verloren wurden. Es gibt also etwas aufzuholen für die Hallenser.