HFC-Neuzugang Arkenberg: „Es ist noch Luft nach oben“

"Die Jungs sind alle cool drauf."

Fynn Arkenberg im Trikot des Halleschen FC

Von Hannover nach Halle: Fynn Arkenberg trägt seit Sommer das HFC Trikot. ©Imago/Osnapix

Fynn Arkenberg lernte das Kicken beim TSV Havelse und Hannover 96 und schloss sich im Sommer dem Halleschen FC an. Dort steht bislang ein Startelfeinsatz für ihn zu Buche – „Luft nach oben“, wie er selbst im Liga-Drei.de-Interview sagt. Wir haben mit dem Rechtsverteidiger außerdem über seinen Abschied aus Hannover, den Saisonstart des HFC und die kommende Partie gegen Wehen Wiesbaden gesprochen.

Herr Arkenberg, nach sieben Jahren Hannover 96 haben Sie den Verein im Sommer verlassen. Welche Beweggründe hatten Sie dafür?
Fynn Arkenberg: „Ich wollte den nächsten Schritt in meiner Karriere gehen, in Hannover wurde mir aber mitgeteilt, dass meine Perspektive nicht so gut sei. Diese Perspektive sehe ich nun in Halle und ich denke, dass ich mich hier gut weiterentwickeln kann.“

War der Trainerwechsel von Stendel zu Breitenreiter auch ein Grund für Ihren Abschied aus Hannover?
Arkenberg: „Das war sicherlich auch ein Grund. Herrn Stendel kannte ich noch aus der Jugend, habe lange unter ihm gespielt. Unter Andre Breitenreiter war ich im Prinzip keine Option  mehr. Der Trainerwechsel war aber wenn nicht der Hauptgrund für meinen Wechsel, sondern nur einer von mehreren.“

Wenn der Trainer mich braucht, kann er auf mich zählen. (über seine Situation)

Mit dem Transfer nach Halle haben Sie nicht nur den Verein, sondern auch Ihre Heimat verlassen – Inwiefern spielte das bei Ihrer Entscheidung mit?
Arkenberg: „Im Fußball ist man selten für immer in heimatlichen Gefilden. Ich habe mir das Umfeld in Halle angeschaut und es hat mir alles sehr gut gefallen. Daher war es auch überhaupt kein Problem, von zu Hause wegzugehen. Ich bereue das auch auf gar keinen Fall.“

Im ersten Spiel starteten Sie über 90 Minuten, nun pendeln Sie zwischen Bank und Feld. Wie ordnen Sie Ihren Start bei Halle ein?
Arkenberg: „Ich hätte mir natürlich etwas mehr Spielzeit gewünscht. Man muss aber auch ganz klar sagen: Die Jungs, die gespielt haben, haben es gut gemacht. Da kann ich den Trainer auch verstehen, dass er nicht groß durchgewechselt hat. Ich bin mit dem Start insgesamt zufrieden, aber es ist noch Luft nach oben.“

Hand aufs Herz – Haben Sie sich Ihre fußballerische Anfangszeit in Halle leichter vorgestellt?
Arkenberg: „Leichter nicht unbedingt. Ich hatte Gespräche mit dem Sportdirektor und dem Trainer und wusste daher, dass der HFC versucht, eine junge, hungrige Mannschaft aufzubauen. Von daher war es mir klar, dass 20, 25 gute Spieler da sein werden. Das hat sich auch bestätigt.

Es macht jeden Tag Spaß, zu trainieren. Die Jungs sind alle cool drauf. Wir haben noch genug Spiele, und es gibt für jeden im Training die Möglichkeit, sich anzubieten. Wenn der Trainer mich braucht, kann er auf mich zählen.“

Es macht einfach Spaß, vor diesem großen Publikum zu spielen. (über die Fans)

Bei Hannover II kamen eher wenig Zuschauer – ist es eine Umstellung vor 7.000 oder 8.000 Fans in Halle zu spielen?
Arkenberg: „Jeder Fußballer spielt zum einen, um zu gewinnen und zum anderen für die Fans und Zuschauer, die da sind. Es macht einfach Spaß, vor diesem großen Publikum zu spielen. Die Stimmung ist zudem super. Das ist kein Druck oder eine Belastung für mich, sondern schön zu sehen, dass so viele Menschen ins Stadion kommen.“

Der HFC ist mit 13 Punkten bei zwei Spielen weniger als die Konkurrenz gut gestartet: Wie bewerten Sie trotz verzerrten Tabellenbilds die aktuellen Situation für den HFC?
Arkenberg: „Wir haben einen guten Start hingelegt – die ersten zwei Spiele mal ausgenommen. Danach sind wir richtig gut reingekommen. Deswegen war es auch schade, dass wir zuletzt zwei Spiele nicht absolvieren konnten. Wir wollen jetzt noch Konstanz reinbringen und dann schauen wir mal, was in dieser Saison drin ist.“

Sie sprechen die verlegten Spiele gegen Rostock und Cottbus an. Sehen Sie dies als Nachteil für Halle an?
Arkenberg: „Ja, das ist ein kleiner Nachteil. Nach dem Sieg über Aalen hatten wir schon richtig Bock auf die nächste Partie gegen Rostock und wollten auch da unbedingt einen Sieg einfahren. Dass das Spiel ausfällt, wo du gerade in so einem Flow bist, ist natürlich schade. Auf der anderen Seite geht es dann mit den Nachholspielen wieder Schlag auf Schlag. Da kannst du auch eine schöne Serie starten. Insgesamt ist es jedoch eher ein Nachteil.“

Wir müssen uns nicht verstecken. (über das Spiel gegen Wehen Wiesbaden)

Schlag auf Schlag geht es am Sonntag gegen Wehen Wiesbaden und Energie Cottbus am darauffolgenden Mittwoch. Wie stellt sich die Mannschaft auf diese beiden Spiele ein?
Arkenberg: „Auf Wehen Wiesbaden bereiten wir uns wie auf jedes andere Spiel vor. Wie es danach weitergeht, das kann ich noch nicht sagen.“

Sehen Sie für sich selbst größere Einsatzchancen in so einer Englischen Woche?
Arkenberg: „Ich denke schon, dass sich die Chance ergibt, in die Mannschaft zu rücken.“

Wie erwarten Sie am Sonntag denn speziell den Gegner Wehen Wiesbaden?
Arkenberg: „Sie haben eine ganz starke Offensive und dies auch in den letzten Jahren immer wieder gezeigt. Wir müssen uns dennoch nicht verstecken. Wenn wir unser Spiel durchziehen, haben wir gute Chancen, Punkte mitzunehmen. Von daher mache ich mir jetzt keine Riesen-Gedanken um Wiesbaden. Wir werden die Stärken und Schwächen des Gegners im Training sicher noch ansprechen. Vor allem aber müssen wir auf uns schauen.“

Herr Arkenberg, vielen Dank für das Gespräch!

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