HFC: Spiel gegen Unterhaching abgesagt

Rauschenbach warnt vor langfristigen Geisterspielen

Autor: Andreas Breitenberger Veröffentlicht: Samstag, 31.10.2020 | 08:55
Jens Rauschenbach beim HFC

Jens Rauschenbach blickt sorgenvoll in die Zukunft. ©Imago images/VIADATA

Update 31.10.2020, 9 Uhr:
Statt eines Geisterspiels wird der HFC an diesem Samstag gar kein Spiel bestreiten: Wegen einer positiven Testung beim Gegner SpVgg Unterhaching wurde die gesamte Mannschaft der Gäste in Quarantäne geschickt. Ein Nachholtermin steht noch nicht fest.

Der ursprüngliche Artikel vom 30.10.2020, 9 Uhr:
Die ersten Spieltage der Drittliga-Saison 2020/21 fanden zumindest teilweise vor Stadion-Publikum statt, die Hygienekonzepte der Vereine machten es möglich. Schon in den letzten Wochen allerdings waren aufgrund des vielerorts gestiegenen Indzidenzwertes weniger bis gar keine Fans mehr vor Ort, während seit Mittwoch klar ist: Im November wird wieder gänzlich ohne Zuschauer gekickt, die Rückkehr zu den Geisterspielen steht bevor.

Hängepartie

Sicherlich ist dies nicht mehr vollends überraschend und musste schon im Vorfeld der Saison in die Kalkulationen miteinberechnet werden, so auch beim HFC. „Auf starke Einschränkungen bei den Zuschauerzahlen bis zum Jahresende“ stellten sich die Hallenser laut Präsident Jens Rauschenbach ein, wie er jetzt in der BILD (Ausgabe vom 30.10.2020) sagt.

Wie die Pandemie allerdings nach dem Jahresende verläuft und ob dann wieder Zuschauer zugelassen sind? Immerhin gibt es fast keine Zeit zum Verschnaufen, bereits am zweiten Januar-Wochenende ist der 18. Spieltag angesetzt, großartige Änderungen zur Situation am Jahresende sind unwahrscheinlich.

Was also passiert, wenn die Geisterspiele fortgesetzt werden? „Sollte bis ins neue Jahr ausschließlich ohne oder mit geringem Zuschaueraufkommen gespielt werden, ist das für keinen Verein in der 3. Liga zu verkraften, auch für uns nicht“, warnt Rauschenbach. Natürlich ist das Schwert zweischneidig, auch beim HFC. Der Verein trägt zur Pandemiebekämpfung durch sein Hygienekonzept bei, zuletzt erhielt der Verein die Zusage, wie schon gegen den SV Meppen  1.000 Zuschauer gegen Unterhaching ins Stadion zu lassen.

Am gestrigen Mittwoch folgte nun allerdings die Kehrtwende: Noch vor dem offiziellen Start des Geisterspiel-Novembers kickt auch der HFC vor leeren Rängen, die Entscheidung traf dem aktuellen Infektionsgeschehen folgend der Pandemiestab der Stadt Halle.

Im November finden die drei Heimspiele gegen Hansa Rostock, den FCK sowie Viktoria Köln ohne Zuschauer statt, während anschließend vor der kurzen Winterpause nur noch zwei Heimpartien (Gegner: Dynamo Dresden, Waldhof Mannheim) angesetzt sind. Ob bei diesen Partien Zuschauer zugelassen sind? Der HFC ist wie jeder andere Drittliga-Klub davon abhängig, wie sich die Corona-Lage hierzulande entwickelt.