HFC: Stabilität ist Trumpf

Drei Stärken und eine Schwäche der Ziegner-Elf

Niklas Landgraf vom HFC

Die Abwehr um Niklas Landgraf ist einer der Gründe für den Aufschwung des HFC. ©Imago/foto2press

Der HFC ist nach dem 2:0 über die SG Sonnenhof Großaspach nun fünf Spiele in Folge ungeschlagen. Mit 27 Punkten steht die Elf von Torsten Ziegner vor den Sonntagsspielen auf einem geteilten dritten Platz. Auffällig ist dabei die Konstanz, mit der Halle sich nach vorne gearbeitet hat.

Starke Reservisten, defensive Stabilität

Wesentliche Kennzeichen für diese Konstanz sind zum einen die starken Reservisten, auf die Ziegner am Samstag bauen musste. Mit Toni Lindenhahn, Jan Washausen und Bentley Baxter Bahn fehlten wichtige Akteure gesperrt. Tobias Schilk erhielt dafür seinen vierten Startelfeinsatz. Dazu kamen Björn Jopek, der zuletzt im Nachholspiel gegen Hansa Rostock erste Wahl war, und Fynn Arkenberg in die Mannschaft. Letzterer hatte schon vor Wochen im Interview mit Liga-Drei.de auf die Stärke des Kaders hingewiesen, was sich nun bewahrheitet hat.

Außerdem fällt die defensive Stabilität auf: Nur Großaspach und Osnabrück kassierten weniger Tore. Noch bezeichnender ist aber, dass es noch kein Team geschafft hat, dem HFC mehr als zwei Gegentreffer einzuschenken. Das kann sonst nur 1860 München von sich behaupten. Die Hallenser sind also bei ihren fünf Niederlagen nie richtig untergegangen. Grund dafür ist die kollektive Arbeit gegen den Ball, die mit dem zur Spitze umfunktionierten Innenverteidiger Sebastian Mai beginnt.

Genau das war gegen den Dorfklub im ersten Durchgang ein Manko. „Jeder hat für sich alleine verteidigt. Immer erst wenn sein direkter Gegenspieler angespielt wurde, ist er in Aktion getreten,“ erläuterte Torsten Ziegner bei Telekom Sport die Gründe für den schwächeren ersten Durchgang, unterstrich damit aber auch, was eigentlich die große Stärke seiner Mannschaft ist.

Jetzt auch gegen Top-Teams effektiv?

Drittes Merkmal der Rot-Weißen aus Sachsen-Anhalt in dieser Spielzeit ist die zuletzt entwickelte Effektivität, die eben auch mal schwache 45 Minuten ausgleichen kann. Björn Jopek mit einem Kunstschuss und Mathias Fetsch mit seinem vierten Tor in den letzten vier Spielen entschieden die Partie gegen die SGA.

Stürmer Fetsch, vor Wochen noch für mangelnde Chancenverwertung kritisiert, schöpft aus seiner persönlichen Verfassung und der Team-Form reichlich Selbstvertrauen. „Wir sind da oben, wir wollen da oben bleiben, wir wollen uns da festbeißen,“ kündigte er nach Abpfiff an.

Dazu wird nächste Woche gegen Preußen Münster gewonnen werden müssen, denn die Tabelle ist eng. Die Partie beim SCP wird zudem beweisen, ob der HFC seine größte Schwäche inzwischen beheben konnte. Denn gegen keines der Teams, die aktuell in den Top-Acht stehen, konnte Halle bisher gewinnen. Die Adlerträger und der KSC, gegen den es in in drei Wochen geht, sind die einzigen Teams aus dieser Tabellenregion, mit denen Halle sich noch nicht gemessen hat.

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