HFC: Ziegner mit Selbstkritik

Falsche Taktik gewählt?

Torsten Ziegner vom HFC

Torsten Ziegener sucht Fehler nicht nur bei seinem Team. ©Imago images/Christian Schroedter

Der Hallesche FC droht das rundweg positive Jahr 2019 mit einem faden Beigeschmack zu beenden. Die zweite Niederlage in Folge ließ den HFC auf Rang fünf sacken, doch vor allem die Deutlichkeit der Pleite gegen die Würzburger Kickers vor eigenem Publikum war erschreckend.

Der nie um klare Worte verlegene Trainer Torsten Ziegner legte den Finger in die Wunde und zwar auch bei sich selbst. „Die Jungs machen im Moment zu viel falsch. Wir als Trainerstab auch, sonst hätten wir die letzten Spiele anders gestaltet.“, gibt sich der 42-Jährige in der „Bild“ (Ausgabe vom 16.12.2019) selbstkritisch.

Göbel-Aufstellung geht nach hinten los

Als eigene Fehleinschätzung mag vielleicht die Aufstellung von Patrick Göbel nach dreiwöchiger Verletzungspause gelten. Der Mann für die rechte Defensivseite ließ sich ein ums andere Mal von den Gegenspielern Albion Vrenezi und Leroy Kwadwo überlaufen oder ausspielen.

Überhaupt darf hinterfragt werden, ob eine Dreierkette und damit nur einfach besetzte Außenbahnen gegen ein Team wie Würzburg, das konsequent über die Flügel kommt, die richtige Wahl war. Zumal mit Sebastian Mai das Zentrum der Abwehr fehlte.

Das Fehlen des Führungsspielers machte sich in jeder Phase bemerkbar. Ohne Mai konnte Halle nur eines von sechs Spielen gewinnen. Es dürfte im Winter eine der Aufgaben des Trainerteams werden, für diese Fälle bessere Lösungen zu finden.

Am Sonntag gegen den KFC Uerdingen steht der Abwehr-Turm aber zunächst wieder zur Verfügung. Die Bedeutung dieses Duells ist nicht zu unterschätzen. Zum einen geht es darum, mit einem guten Gefühl in die Pause zu gehen, zum anderen könnten die Krefelder bei einem Sieg am HFC vorbeiziehen.

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